Eine anonymisierte SoHWHAT Deep-Dive-Analyse eines Tesla Model Y Long Range aus der Giga Berlin. 47 Parameter. 96 einzelne Bricks. Die Wahrheit über exzessives Schnellladen, sichtbar gemacht auf Zellebene.
Von 78,8 kWh Originalkapazität sind nominal noch 57,4 kWh übrig. Die reale nutzbare Kapazität liegt durch die Zell-Imbalance noch darunter.
Der TrueHealth Score berücksichtigt nicht nur SOH, sondern auch Zell-Balance, HV-Isolation, BMS-Fehler, Feuchtigkeit und Verschleiß. Ein SOH von 73% allein sagt nicht alles — der CAC-Spread von 24,4 Ah drückt den Score auf 49.
Von insgesamt 52.251 kWh geladener Energie stammen nur 715 kWh von AC-Ladung. Der Rest: Supercharger. Jeden Tag. Drei Jahre lang.
Jeder DC-Ladevorgang bei hohem Strom erzeugt Wärme in den Zellen. Bei 98% Supercharger-Nutzung hat diese Batterie in 3 Jahren mehr thermische Zyklen erlebt als ein typisches Fahrzeug in 10 Jahren. Die Folge: asymmetrische Degradation — nicht alle Module leiden gleich.
Ein typisches Model Y mit gleichem Alter hat eine DC-Quote von 15–30%. Die Degradation liegt dann bei ~5% pro 100k km statt der hier gemessenen 8,9% pro 100k km. Der Unterschied ist fast ausschließlich auf das Ladeverhalten zurückzuführen.
SoHWHAT misst die Kapazität (CAC) jedes einzelnen Bricks. Hier wird sichtbar, was ein einfacher SOH-Wert verschweigt: Modul 4 ist drastisch stärker degradiert.
Die letzten 10 Bricks (87–96, Modul 4 links außen) leuchten rot. Hier liegt die Kapazität 10–15% unter dem Pack-Durchschnitt. Das begrenzt die gesamte Reichweite, weil das BMS beim schwächsten Brick abregelt.
Ehrliche Antwort: Wir wissen es nicht. Und genau das ist der Punkt. Ein einfacher SOH-Wert hätte dieses Problem komplett unsichtbar gelassen. Erst die Brick-Level-Analyse macht sichtbar, dass ein Modul aus der Reihe tanzt — und wie stark.
Das Ergebnis: 24,4 Ah CAC-Spread — fast ausschließlich verursacht durch Modul 4. Ob thermische Einflüsse, Fertigungstoleranzen oder Kühlkreislauf-Geometrie: SoHWHAT kann es diagnostizieren, bevor es zum echten Problem wird.
Ein einfacher SOH-Wert hätte hier „73% — noch OK" gesagt. SoHWHAT zeigt das vollständige Bild:
Kapazität jeder einzelnen Zellgruppe — nicht nur ein Durchschnitt.
Welches Modul degradiert schneller? Hier: Modul 4 mit 13 Ah unter Schnitt.
DC vs. AC Ratio, Gesamtenergie, Effizienz — das Nutzungsprofil der Batterie.
Gramm-genaue Feuchtigkeitserkennung. Bei diesem Fahrzeug: unauffällig.
Internes + externes Isolationswiderstand, HVIL-Interlock, 12V-Status.
Erkennt interne Kurzschlüsse auf Brick-Ebene — bevor sie zum Problem werden.
EXPERT
Dieses Fahrzeug hat 73% SOH. „Noch OK", würden die meisten sagen. Aber die Brick-Level-Analyse zeigt: 10 von 96 Bricks liegen unter 180 Ah. Modul 4 degradiert doppelt so schnell wie der Rest. Das limitiert Reichweite, Ladeleistung und Lebensdauer — und kein einfacher SOH-Test zeigt das.
Wissen, was wirklich drin steckt. Data you can trust.
Diese Case Study basiert auf einer realen, anonymisierten SoHWHAT-Analyse. Alle Daten wurden mit der SoHWHAT App und einem OBDLink MX+ erhoben.